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Definition der Hirschsprung-Krankheit
Die Hirschsprung-Krankheit ist eine genetisch bedingte Erkrankung des
Verdauungstraktes, die sich aus einer Entwicklung der Nervenzellen ergibt
(ca. 1 Fall bei 5000 Geburten, 80 % davon betreffen Jungen). Die Hirschsprung-
Krankheit oder das kongenitale Megakolon ist eine kongenitale Missbildung,
die fehlende Ganglienzellen der Darmwand vom Anus bis zu einer variablen Höhe
des Darms, im Allgemeinen den mittleren Bereich des Sigmoids, betrifft.
Seltener sind kurze Formen, die lediglich den unteren Teil des Rektums betreffen,
und, umgekehrt, lange Formen, die sich über das gesamte Kolon, ja selbst
den Dünndarm erstrecken können. Durch das Fehlen der Peristaltik kommt es
zu einem funktionellen Darmverschluss oder einer schweren Verstopfung.
Die Diagnose kann grundsätzlich bereits nach der Geburt gestellt werden, da sich
im Krankheitsfall die Entleerung des Mekoniums (des ersten Stuhlgangs von Neugeborenen, der normalerweise in den ersten 24 Lebensstunden ausgeschieden
wird) verzögert. Am häufigsten ist ein Darmverschluss mit einer Aufblähung
des Bauches, die oft von einem starken galligen Erbrechen (von neongrüner Farbe)
begleitet wird.
Die Behandlung muss daher chirurgisch erfolgen. Sie besteht in einer Resektion
des Darmsegmentes ohne Ganglienzellen. Im Allgemeinen werden die meisten
Operationen im ersten Lebensjahr durchgeführt.
Die Hirschsprung-Krankheit tritt im Allgemeinen vereinzelt (ohne vorhergehende
Fälle in der Familie) auf, doch auch familiäre Formen sind bekannt. |
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